Unsere Geschichte

125 Jahre: Gladbacher Aktienbaugesellschaft AG (1869-1994)

Im Oktober 1868 fand sich in unserer Stadt auf Einladung des „Comite für das Wohl der arbeitenden Klassen“ ein Personenkreis von Rang und Namen zusammen, der sich seiner sozialen Verantwortung bewusst war. Ziel war der Bau von Einfamilienhäusern, welche Interessierten auch zu günstigen Bedingungen zum Kauf angeboten werden sollten. Das Vorhaben sollte zunächst durch eine zu gründende „Gladbacher Aktienbaugesellschaft“ finanziert werden.

Noch in der Versammlung wurde das notwendige Aktienkapital gezeichnet und die Statuten festgelegt. Durch den „allerhöchsten Erlass“ des Königs von Preußen erlangte die Gesellschaft am 12. Juni 1869 ihre Geschäftsfähigkeit.

Die Gladbacher Aktienbaugesellschaft wurde Vorbild für viele gemeinnützige Wohnungsunternehmen im Rheinland.

Die ungewöhnlichen Verdienste der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften fanden 1930 – während der Weimarer Republik - schließlich staatliche Anerkennung.

Die drei Gesellschaften aus denen später die gladbau geformt werden sollte, durchlebten alle Höhen und Tiefen dieser Zeit. Sie profitierten von einsetzender Förderung des Staates, litten aber auch unter seinen überzogenen Eingriffen. Nach Jahren der Blüte folgten die schwere Zeit der Inflation, der Weltwirtschaftskrise und die Belastungen durch die Aufrüstung der Wehrmacht, schließlich die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.

Bis zum Jahre 1970 bauten gemeinnützige Wohnungsunternehmen etwa ein Drittel der im Bundesgebiet errichteten Wohnungen. In dieser Zeit des Wirtschaftswunders expandierten auch unsere Gesellschaften.

Als mit der Gebietsreform von 1975 Mönchengladbach, Rheydt und Wickrath (Odenkirchen wurde schon vor dem zweiten Weltkrieg zu Rheydt eingemeindet) zusammengelegt wurden, verwischten die politischen und wirtschaftlichen Unterschiede in unserer Stadt. Bei der Mönchengladbacher- Rheydter- und der Odenkirchener Aktienbaugesellschaft bildete sich ein einheitlicher Aktionärskreis heraus. Folgerichtig vollzog man 1991 die Fusion. Es entstand die heutige gladbau Baubetreuungs- und Verwaltungs – Gesellschaft mbH.

Im Jahr 1991 übernahm die WCM die Mehrheit an der GLADBAU Baubetreuungs- und Verwaltungs – Gesellschaft mbH.

2004/2005 erwarb The Blackstone Group die Wohnimmobilien der WCM. Die gladbau ist seitdem mit mehreren Schwestergesellschaften ein Teil der Management-Gesellschaft Vitus GmbH, Tochter der Vitus Immobilien S.a.r.l.. Die Gesellschaften treten gemeinsam im Markt als Vitus-Gruppe auf.

Im März 2007 erwarb Round Hill Capital als Corporate Manager zusammen mit einem Konsortium institutioneller Investoren die Mehrheitsanteile an der Vitus-Gruppe. Diese Beteiligung ermöglicht es der Vitus-Gruppe in wertsteigernde Bau- und Modernisierungsprojekte zu investieren und sich dabei gleichermaßen auf die Kundenbetreuung und Bestandspflege zu konzentrieren. Heute ist die gladbau Mönchengladbachs größte Wohnungsgesellschaft. In ihrer Geschichte hat die Gesellschaft mehr als 15.000 Wohnungen errichtet, von denen sich heute noch annähernd 6.000 in ihrem Eigentum befinden.


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